fen wir uns— der Wagen wird uns erwarten— wir können unſere Vereinigung jetzt nicht zu ſehr beſchleu⸗ nigen— ich wollte, wir wären in dieſem Augenblicke ſchon gerüſtet!⸗—„Morgen!“— wiederholte Emilie, „mit Tagesanbruch!“ und als ſie ſich an ſeine Bruſt warf, fühlte er, wie ſie ſchauerte;„morgen— ja⸗ morgen!—“ noch ein Kuß eine Umarmung— das einzige Wort„Lebewo Pl, und ſie trennten ſich. Falkland ging nach L⸗⸗ zurück; eine düſtere Ahnung laſtete auf ſeiner Seele; jene dumpfe unbeſchreibliche Furcht, die kein menſchlicher Verſtand, keine weltliche Urſache erklären kann jenes innere Zuſammenſchre⸗ cken— jenes unbeſtimmte Bangen vor der Zukunft— jenes Ringen gleichſam mit einem unbekannten Schatten jenes Herumſchweifen des Geiſtes— wohin? jener kalte, kalt berlaufende Schauer vor was? Als er in das Haus trat, begegnete er ſeinem vertrau⸗ ten Diener. Er gab ihm Befehle hinſichtlich der mor genden Flucht und zog ſich dann in ſein Schlafzimmer zurück. Es war ein alterthümliches, großes Gemach; das Getäfel war von Eichenholz, ein breites, hohes Fenſter beherrſchte die weite, unten ſich hinziehende Landſchaft. Er ſetzte ſich ſchweigend an das Fenſter und öffnete es; die dumpfe Luft kam ſeiner Stirne entgegen, verbunden mit keinem Gefühle der Erfriſchung, ſondern wie die ſengende Atmoſphäre des Oſten, beladen mit mächtiger Niedergeſchlagenheit, welche ſich tief in ſeine Seele ſenkte. Er verließ das Fenſter— warf ſich auf das Bett und bedeckte ſein Geſicht mit den Händen. Seine Gedanken machten ſich in tauſend verworrenen Geſtal⸗
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