Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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Welchen Lohn ſich Mrs. St. John für dieſe Handlung verſprochen haben mochte, ſie trug wahrlich die ihr ge⸗ bührende Vergeltung davon. Die Folgen ihres Ver⸗ rathes, welche ich mich zu erzählen beeile, haben für Andere aufgehört für ſie blieben ſie. Unter zerſtreu⸗ enden Vergnügungen vergiftet ein Gedanke ihr Gemüth; eine dunkle Wolke iſt geblieben zwiſchen dem Sonnen⸗ ſcheine und ihrer Seele, wie den Mörder bei Shakſpeare, hat die Feſtlichkeit, wohin ſie floh, um ſich zu vergeſſen, ſie mit dem Geſpenſte der Erinnerung erſchreckt. O du unbezähmbares Gewiſſen! das du nie ſchmeichelſt das du ein Menſchenherz nicht ſchlummern oder ſchlafen läſſeſt du nimmſt uns die Gegenwart, du ſchneideſt uns die Vergangenheit ab und ſchmiedeſt die ewige Kette, welche uns an den Felſen und den Geier der Vergan⸗ genheit feſſelt!

Still und düſter kam der Abend heran; eine athem⸗ loſe ſchwere Ahnung ſchien durch die Luft zerſtreut; ſchwere, große Wolken hingen regungslos an dem finſteren Himmel, zwiſchen welchen in langen Zwiſchen⸗ räumen hier und dort die blaſſen Sterne herab ſchauten; ein doppelter Schatten ſchien die düſteren Baumgruppen einzuhüllen, welche ohne eine Bewegung an dem melan⸗ choliſchen Horizonte ſtanden. Die Waſſer des Seees lagen tief und ruhig da, wie der Schlaf des Todes; und der gebrochene Wiederſchein der ſteilen, gewunde⸗ nen Ufer ruhte auf ihrer Bruſt, wie die traumähnliche Erinnerung eines früheren Daſeins.

Die beſtimmte Stunde war gekommen; Falkland war zur Stelle und betrachtete den vor ihm liegenden