Dieſer Seufter vertrieb die Furcht ſeiner Gattin und erinnerte ſie nur an das Vorrecht, ihn zu beſänf⸗ tigen. Sie näherte ſich ihm, ſetzte ſich auf die grünen Binſen zu ſeinen Füßen, faßte ſeine Hand und küßte ſte, ohne zu reden
Des Grafen Augen ſielen auf das liebliche Geſicht, welches durch Thränen zu ihm aufblickte; ſeine Stirn erheiterte ſich, er entzog ihr ſanft ſeine Hand, legie fie auf ihr Haupt und ſagte mit leiſer Stimme:„Gott und die heilige Jungfrau mögen Dich ſegnen, liebes Weib!“
Dann ſah er ſich um und bemerkte, daß Jſabella ihn aufmerkſam beobachtete, ſtand ſogleich auf, ſchlang ſeinen Arm um ſie, drückte ſie an ſeine Bruſt und ſagte:„Meine Tochter, für Dich und die Deinigen habe ich Tag und Nacht geſtrebt und Pläne entworfen, aber vergebens. Ich kann Deinen Gemahl nicht belohnen, wie ich es wollte— ich kann Dir nicht einen Thron geben, wie ich es hoffte.“
„Welcher Titel iſt Iſabella ſo theuer, als der der Tochter des Lord Warwick?“ ſagte die Gräfin.
Iſabella blieb kalt und ſchweigend und erwiderte des Grafen Umarmung nicht.
Zum Glück war Warwick zu ſehr mit ſeinen eigenen Gefühlen beſchäftigt, um die ſeines Kindes zu beachten. Indem er ſich abwendete, ging er durchs Zimmer und fuhr fort:„Bis zu dieſem Morgen hoffte ich noch, daß mein Name und meine Dienſte, daß Clarence's Beliebt⸗ heit beim Volke und ſeine Geburt als Plantagenet hin⸗ reichen würden, das engliſche Volk um unſere Fahne zu verſammeln— daß der falſche Eduard bei unſerer Landung


