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25 König Ludwig meinen Vater zu uͤberreben vermag, an⸗ ders als auf dem Schlachtfelhe der bitterſten Feindin unſeres Hauſes zu begegnen?“
„Frage den Grafen ſelber, Iſabella; Lord Warwick verbirgt nichts vor ſeinen Kindern. Alles, was er thut, iſt ſteis das Weiſeſte, Beſte uns Ritterlichſte— ſo we⸗ nigſtens müſſen ſeine Kinder immer denken.“
Fſabella veränderte die Farbe und ihr Auge ſprühte Feuer. Noch ehe ſie antworten konnte, wurde der Thürvorhang aufgehoben und Lord Warwick trat ein. Aber des Helden Miene und Weſen zeigte nicht mehr jene herzliche und zärtliche Heiterkeit, die er bei allen Stürmen ſeines veränderten Lebens gezelgt hatte, wenn er von der Ausübung der Macht und von der Gefahr, aus dem Rathe oder aus dem Lager zu ſeinem irbiſchen Paradieſe— zu ſeiner tugendhaften Familie zurückkehrte.
Düſter und zerſtreut, verrieth ſelbſt ſeine Kleidung, deren Vernachläſſigung die Normanunen zu jener Zeit für eine Sünde gegen die eigene Würde hielten— durch ihre Unordnung jene gänzliche Veränderung ſeines gan⸗ zen Geißts, jene ſchreckliche innere Revolution, die in ſtarken Naturen nur noch die Tyrannei einer großen Sorge oder einer großen Leidenſchaft hervorgebracht wird, ſo daß der Graf ſeine Gemahlin kaum zu beachten ſchien, welche haſtig aufſtand, aber in ſchüchterner Furcht und liebevoller Verehrung bei dem Anblick ſeines finſtern Ausſehens ſtehen blieh, als er ſich plötzllich auf einen Seſſel warf, mit der Hand über ſein Geſicht fuhr und tief ſeufzte.


