Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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Mutier blickte ſie von Iſabella zu Anna— von Anna zu Iſabella, bis die Gräfin endlich mit jener ſanften Stimme ſagte, die ſo ſelten gehort wird und macht, daß ſelbſt ein Fremder die Redende liebt:„Komm her, mein Kind, Iſabella, gib mir Deine Hand und ſage mir leiſe, was Dich ärgert.“

„Liehe Mutter,“ verſetzte die Herzogin,„es würde ſich ſchlecht für mich ſchicken, ein Geheimniß zu haben, welches Euch nicht bekannt wäre und doch glaube ich, würde es ſich noch weniger für mich ſchicken, etwas zu ſagen, was Euren Zorn erregen könnte!“

„Zorn, Iſabella! Wer empfand je Zorn gegen die, welche man liebt?“

„Verzeihet mir, liebe Mutter,“ ſagte Jfabella, ihre ſtolze Stirn glättend und die Wange ihrer Mutter küſſend

Die Gräfin zog ſie ſanft zu einem Sitze an ihrer Seite.

„Und nun ſage mir, wenn nicht vielleicht Dein Cli⸗ rence in der haſtigen Stimmung eines Geliebten Dch beleidigt hat; denn über Familiengeheimniſſe ſollte ſebſt eine Mutter ein treues Weib nicht befeagen.“

Iſabella ſchwieg und ſah Anna bedeutungsvoll an.

„Nein— ſieh!“ ſagte die Gräſin lächelnd, ob leich traurig—„o ſie hat Gehanken, die ſie mir nicht ſagen will, doch ſcheinen es nicht ſolche zu ſein, welchemeine Furcht erregen würden, wie die Deinigen es thun; denn in dem Augenblick, ehe ich zu Dir ſprach, wa⸗ Deine Stirne ſinſter, und ihre Lippe lächelte. Sle böͤrt uns nicht, rede nur.“

„Iſt es denn wahr, meine Mutter, daß Mrgeretha von Anjon hieher eilt? und kann es moͤglich ſein, daß

deren

für ein ihre U zen G ſtarken Sorge wird, ſchien, und li Ausſer Seſſel tief ſe