bietungen betäuben. Wenn ſie darauf hoͤrt, ſo gewinnen wir Zeit— und dieſe Zeit wird unvermeidlich den un⸗ verſöhnlichen Streit zwiſchen ihr und dem Grafen er⸗ neuern. Sein hitziges Temperament und ſein Wunſch, ſich zu rächen, wird keinen Aufſchuh dulden. Er wird landen, ohne von Margaretha und ihren Anhängern unterſtätzt zu werden und ohne einen beſtimmten Grund⸗ ſatz der Handlung zu haben, welche die Macht verſtärken kann.“
„Du haſt Recht, Richard,“ ſagte Eduard, deſſen treuloſe Liſt die ſchlauere Politik begriff, die er ſelber nicht zu erfinden vermochte„Alles geſchehe, wie du willſt.“
„Und inzwiſchen beobachtet Montagu und den Erz⸗ biſchof wohl, aber erzürnet ſie nicht,“ fügte Richard hinzu.„Er wäre gefährlich, Mißtrauen gegen ſie zu zeigen, bis der Beweis klar vorliegt— aber es ware thöricht, ſie für treu zu halten. Ich gehe ſogleich, meine Aufgabe zu erfüllen.“
Siebentes Kapitel. Warwick und ſeine Familie in der Verbannung.
Wir fordern jetzt den Leſer zu einer weiteren, wie⸗ wohl weniger klaſſiſchen Reiſe auf, als von Theben nach Athen, und führen ihn auf raſchen Flügeln von Shene nach Amboiſe. Wir müſſen vorausſetzen, daß die beiden Abgeſandten Glouceſters bereits ihre Beſtimmung er⸗ reicht haben— daß die Dame zu Iſabella und der Bote zu Margaretha gelangt iſt.


