heit gering ſchätzt, ſo ſoll Richard Plantagenet in den vorderſten Reihen der Schlacht und zunächſt an Eurer Selte im Exil gefunden werden!“
Dieſe Worte, die mit Aufrichtigkeit ausgeſprochen wurden und ein Verſprechen enthieiten, welches nie gebrochen wurde, waren eindringlicher als die gewand⸗ teſte Beredſamkeit, die der liſtige und hochgebildete Glouceſter jemals anwendete, um ſeine Hinterliſt zu ver⸗ bergen, und ſie rührten Eduard ſo ſehr, daß er ſeinen Bruder umarmte; und nach einem jener Ausbrüche der Aufregung, die bei einem Manne häufig waren, deſſen Gefühle niemals tief und dauernd waren, aber leicht aufgeregt und mit Wärme ausgeſprochen, erklärte er ſich bereit, ihm zuzuhoͤren und alle Mittel anzuwenden, die Richard ihm vorſchlagen werde, ihr gemeinſchaftliches Wohl und ihre Intereſſen um ſo beſſer aufrecht zu er⸗ halten.
Und dann entwickelte Richard mit jener wunder⸗ baren, wenn gleich etwas zu ruheloſen und zu ſehr ver⸗ feinerten Energie, die ihm eigen war, raſch den Plan zu ſeiner tiefen und verſtellungsreichen Politik. Seine ſcharfe und tiefe Einſicht in die menſchliche Natur hatte ihm die ſtrenge Nothwendigkeit gezeigt, die, gegen den Willen Beider, Warwick mit Margaretha von Anjou vereinen mußte. Seine Unterredung mit Montagu hatte keinen Zweifel an jener Gefahr in ſeinem ſcharfſichtigen Geiſte übrig gelaſſen. Er ſah vorher, daß dieſe Vereini⸗ gung durch die Vermählung Anna's mit dem Prinzen Eduard auf die Dauer konnte geheiligt werden; und es war ſein erſter Zweck, dieſe Verbinhung, theils durch
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