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Richard aufſtehend.„Ich wollte der Gefahr zuvorkom⸗ men; es bleibt mir nichts weiter übrig, als ſie zu theilen.“
Der König war gerührt.„Warte noch, Richard,“ ſagte er; und indem er dann ſeinen Bruder feſt anſah, fahr er halb lächelnd und mit erhoͤhter Farbe fort:„Ob⸗ gleich wir wiſſen, daß Du uns treu biſt, Richard, ſo wiſſen wir doch auch, daß Du ein perſönliches Intereſſe an Deinem Rath haſt. Du möchteſt auf irgend eine Weiſe den Grafen begünſtigen oder zwingen, Dir Anna's Hand zu geben. Gut alſo, geſetzt, Warwick und Clarenee vertreiben König Eduard von ſeinem Thron, ſo bringen ſie vielleicht eine Braut mit, um Dich fuͤr den Unter⸗ gang Deines Bruders zu tröſten.“
„Ihr habt kein Recht, mich zu ſchmähen oder Ver⸗ dacht gegen mich zu hegen,“ entgegnete Richard mit bebender Lippe.„Ihr habt mich in das Unrecht einge⸗ ſchloſſen, welches Ihr Warwick zuzufügen dachtet; und waͤre dieſes Unrecht geſchehen—“
„So hätteſt Du Dich vielleicht Warwick ange⸗ ſchloſſen?“
„Ganz gewiß!“ rief Richard mit zornigem Aus⸗ druck, indem er mit ſeinem Dolche ſpielte.„Aber,“ fügte er mit ploͤtzlich veränderter Stimme hinzu,„ich begreife und kenne Euch beſſer, als der Graf es konnte. Ich weiß, daß in Euch nur gedankenloſer Antrieb, Haſt oder Leidenſchaft iſt, die Gewohnheiten, welche Könige annehmen, Alles zu vergeſſen, außer der Liebe und dem Haß, außer dem Wunſche oder dem Zorn des Augen⸗ blicks. Ihr habt mir ſelber unter Thränen Euer Ver⸗ gehen mitgetheilt; Ihr haht mir meinen knabenhaften


