—
Zwei Tage ſpäter erhielt Ebuarh die Nachricht, daß
Lord Orford und Jasper von Pembroke— Oheim des Knaben, ſpäter Heinrich der Giebente— von England abgeſegelt ſeien.
Die Nachricht erreichte den König in ſeinem Zim⸗ mer, wo er ſich mit Glouceſter berieth. Die Unterredung zwiſchen ihnen ſchien warm und lebhaft geweſen zu ſein, denn Eduards Geſicht war geröthet und Glouceſters Stirn düſter.
„Der Himmel ſei geprieſen!“ rief der König, indem er Richard den Brief uͤberreichte, der ihm die Flucht der mißvergnügten Lords mittheilte.„Wir haben zwei Feinde weniger in unſerm Königreiche und manche Baronie mehr für unſere königlichen Bedürfniſſe zu confisciren. Ha— ha! Dieſe Laneaſtrier dienen nur dazu, uns zu bereichern. Blickſt Du noch immer finſter drein, Richard? lächle doch, Junge!“
„Meiner Treu, Eduard,“ ſagte Richard mit Bitter⸗ keit, die mit ſeiner gewöhnlichen demüthigen Rückſicht gegen den König in auffallendem Widerſpruch ſtand, „die Heiterkeit Eurer Majeſtät iſt nicht am Platze; Ihr verwerft alle Mittel, Euren Thron zu ſichern— Ihr freuet Euch über alle Ereigniſſe, die ihn in Gefahr brin⸗ gen. Ich bat Ench, keinen Angenblick zu verlieren, wenn es möglich ſei, den großen Lord zu verſöͤhnen, dem Ihr Unrecht gethan, und Ihr erwidertet, Ihr wolltet lieber Eure Krone verlieren, als den Arm wiedergewinnen, der ſte Euch verſchaffte.“
„Ein Irrthum, Richard! Dieſe Krone war zugleich die Erbſchaft meiner Geburt und der Preis meines eigenen


