Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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Geiſte leben und kann ſich früher oder ſpäter zu finſtern Thaten gegen Eduard und Eduards Blut erheben. Aber nein, ich habe des Koͤnigs feierliche Verficherung der Reue; ſeine ſchuldige Leidenſchaft iſt ausgebrannt und der heitere Eduard ſeufßt jetzt nach einer leichtfertigeren Geliebten. Ich lann mich nicht Clarence anſchließen, noch viel weniger den Laneaſtriern. Meine Geburt macht mich zum Pfropfreis des Thrones von York ich über⸗ wache ihn wie eine Erbſchaft, die vielleicht einſt an die Meinigen ja, an mich ſelber kommen kann! Und beachtet meine Worte wohl! Wenn Warwick einen Krieg des Brudermordes unternimmt, ſo iſt er verloren; wenn er ſich andererſeits den Händen Margarethens unter⸗ werfen kann, die mit dem Blute ſeines Vaters befleckt ſind, ſo wird ſich der glückliche Erfolg einer Stunde mit der Erniedrigung eines ganzen Lebens ſchließen. Noch ein dritter Weg iſt übrig, und dieſen Weg habt Ihr fromm und weiſe angedeutet. Laßt mich gleich ihm die Rache aufgeben und kein Bekenntniß und keine reuige Abbitte fordern, die kein König, viel weniger König Eduard von Plantagenet, hervorwinſeln kann und laßt ihn das annehmen, was ſein Lehnsherr zu gewähren vermag. Seine Titel und Schlöſſer ſollen ihm zurück⸗ gegeben werden, Euch ſoll man gleiche Beſitzungen an⸗ weiſen, wie Ihr ſie verloren habt, und alle meine Belohnung, wenn ich dies zu Stande bringen kann, ſei ſeiner Tochter Hand. Denkt darüber nach, und, zum Frieden und Wohl des Reichs, beſchränkt ſo alle Eure Pläne, Mylord und Vetter!