Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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Bei all ſeiner Verſtellung konnte Richard doch nicht die Bewegungen der Furcht, der Eiferſucht und des Schreckens verbergen, welche dieſe Worte erregten.

Lord Orford! rief er, mit dem Fuße ſtampfend Ha] John de Vere hölliſcher Verräther, machſt du ſolche Pläne? Aber wir können uns deiner Perſon noch bemächtigen und wollen dein Haupt haben.

Beunruhigt durch den Ausbruch und plößlich bemer⸗ kend, daß er ſein Herz dem Knaben zu offen dargelegt habe, den er zu blenden und zu ſeinen Plänen zu ver⸗ locken beabſichtigt hatte, ſagte Montagu ſtotternd:Aber, Mylord, wir haben nur im Vertrauen geſprochen, auf Eure Bitte, mit Eurem Wort als Prinz und Verwandter, daß das, was meine Offenheit ausſprechen würde, nicht weiter verbreitet werden ſollte. Nehmt, fügte der Edelmann mit ſtolzer Würde hinzunehmt lieber meinen Kopf als den des Lord Orford, denn ich ver⸗ diene den Tod, wenn ich Einem, der zum Verrathe fähig iſt, die leichtfertigen Worte des Vertrauens eines Andern entdecke!

Verzeiht mir, Vetter, ſagte Richard milde,meine Liebe zu Anna führte mich zu weit. Lord Oxfords Worte, wie Ihr ſte berichtet, hatten einen Nebenbuhler herauſ⸗ beſchworen, und aber genug davon. Und nun, fügte der Prinz ernſthaft und mit einer Feſtigkeit der Stimme und des Weſens hinzu, die ſeiner kleinen Statur eine gewiſſe Majeſtät verliehnun, da Ihr offen geredet habt, will ich auch offen antworten. Ich empfinde das der Laty Anna gethane Unrecht, als wäre es mir geſchehen; tief, glühend und dauernd wird es in meinem

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