Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

Faſt! wiederholte Richard lächelnb.

Ich rede offen mit Eurer Hoheit und ſage nur, was ich fühle. Ich möchte ſelbſt jetzt gern hoffen, daß der König durch Eure Vermittlung überredet würde, ſolche Zugeſtändniſſe und Entſchuldigungen, wie ſie ihn in Wahrheit nicht entehren würden, gegen den Vater der Lady Anna und ſeinen eigenen Verwandten zu machen, und daß, ehe es zu ſpät iſt, mir die bittere Wahl zwi⸗ ſchen den Banden des Bluts und der Anhänglichkeit an den König erſpart wird.

Aber wenn dieſe Hoffnung fehlſchlägt, die ich auf⸗ richtig theile und Eduard, das muß man geſtehen, könnte kaum einem Briefe, und noch viel weniger einem Boten, das Geſtändniß des Verbrechens anvertrauen wenn dieſe Hoffaung fehlſchlägt und Euer Bruder lan⸗ dete, und ich mich aus Liebe zu Anna unter der Be⸗ dingung, daß ſie mit mir verlobt würde, ihm anſchlöſſe welchen Koͤnig würde er England zur Wahl vor⸗ ſchlagen?

Der Herzog von Clarence liebt Euch zärtlich, Lord Richard, verſetzte Montagu. Wißt Ihr nicht, wie oft er geſagt hat: Beim heiligen Georg, wenn Gloueeſter ſich mir anſchlöſſe, ſo wollten wir Eduard zeigen, daß wir Alle eines Mannes Söhne find, die mehr erhöht und bevorzugt werden ſollten als die Fremden von ſeines Weibes Blut.

Richards Geſicht zeigte auf einen Augenblick die Merkmale der Täuſchung; aber er ſagte trocken:So würde Warwick alſo vorſchlagen, daß Clarence Köͤnig werhen ſollte? Und die großen Barone und die ehr⸗