ihr erſchrocken Platz, und noch immer, während ſte ſich entfernte, richtete ſte ihre Augen auf Sibylla, bis ihre Schweſtern, die ihr der Reihe nach folgten, den ſcheuß⸗ lichen Anblick verbargen und Gretchen die Gaffer fort⸗ ſchickte und die Thür zumachte.
Der Wirth und die Haushälterin ſahen jetzt einander ernſthaft an. Sibylla lag in ihres Vaters Armen und athmete ſchwer und krampfhaft. Des alten Mannes Geſicht neigte ſich ſchweigend über ſie. Gretchen zog ihren Herrn auf die Seite.„Du mußt das Haus ſogleich von dieſen Leuten befreien. Ich habe von jenen Trommel⸗ mädchen reden hören; ſie ſind ſchrecklich in ihrem Zorn und in ihrer Bosheit. Jeder muß füͤr ſich ſorgen!“
„Aber der arme alte Herr, ſo milde— und das Mädchen ſo einnehmend!“
Die letzte Bemerkung gefiel der hübſchen Grete nicht beſonders. Sie ging ſogleich auf Adam zu und ſagte kurz:„Herr— mögt Ihr nun Zauberer ſein oder nicht, das iſt nicht die Sache armer Wirthsleute, deren Haus für Alle offen iſt; aber Ihr habt Speiſen und Wein ge⸗ habt— bezahlt gefällig Eure Rechnung, und dann möge Euch Gott geleiten— es ſteht Euch frei abzureiſen.“
„Wir können Euch bezahlen, Frau!“ rief Sibylla aufſpringend.„Wir haben noch Geld. Hier— hier!“ Und ſie nahm aus ihrer Geldtaſche die Goldſtücke, wo⸗ mit die arme Madge ſie aus Vorſicht verſehen, und welche die Räuber ihr zum Glück gelaſſen hatten.
Der Anblick des Goldes beſänftigte die Haushälterin etwas.„Lord Haſtings iſt uns bekannt,“ fuhr Sibylla fort,„indem ſie den Eindruck bemerkte, den ſie hervor⸗


