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gebracht hatte; laßt uns dablelben, bis er hier durch⸗ kommt und Ihr ſollt für Eure Freundlichkeit belohnt werden.“
„Meiner Treu,“ ſagte der Wirth,„es ſteht Euch gern Alles zu Gebote, was mein armes Haus gewähren kann, und was dieſe Trommelmädchen betrifft, ſo liegt mir kein Strohhalm an ihnen. Niemand kann ſagen, daß Ned Porpußtone ein böſer oder ungaſtlicher Mann iſt. Wer vernünftig zahlen kann, hat guten Wein und Höf⸗ lichkeit im Talbot zu erwarten.“
Mit dieſen und vielen ähnlichen Behauptungen und Verſicherungen, die weniger herzlich von der Haushäl⸗ terin erwidert wurden, bat der Wirth um die Erlaub⸗ niß, ſie ia ein Zimmer führen zu dürfen, wo ſie nicht der Beläſtigung ausgeſetzt waren, und nachdem er ſie die Haupttreppe hinunter, durch das Schenkzimmer und von dort eine ſchmale Treppe hinaufgeführt hatte, brachte er ſie in ein Zimmer im Hinterhauſe und zündete dort einen Wandleuchter an, denn jetzt hatte die Dämmerung begonnen. Dann beſtand er darauf, nach ihrem Abend⸗ eſſen zu ſehen und verſchwand mit ſeiner Begleiterin. Das würdige Paar war jetzt einſtimmig; denn dieſer Gäſte wegen, die mit Lord Haſtings bekannt waren, konnte man wohl den Trommelmädchen trotzen, beſonders da Lord Haſtings, wie es ſchien, eben die Laneaſtrier geſchlagen hatte.
Aber ach! Während die thätige Grete mit dem Glühwein beſchäftigt war und der würdige Wirth bei den Operationen der Küche die Aufſicht führte, hörte man draußen einen ungeheuren Aufruhr. Ein Trupp
Spießen auf den tobten: wäre di Sibylla hatte, i verlaſſen ſich abe That ei fürchtet


