Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

424

Fünftes Kapitel.

Die Flüchtlinge werden gefangen genommen Die Trommel⸗ mädchen erſcheinen wieder Mondlicht bei dem Gelage der Lebenden Mondlicht bei dem Schlummer der Todten.

Vater und Tochter fanden einen Ruheplatz unter der Eiche. Sie wußten nicht, wo ſie einen Zufluchtsort finden ſollten Tag und Nacht waren ihnen gleich in der Nacht drohten ihnen die Räuber, am Tage der Pöbel. Wenn ihnen die Rückkehr in ihre heimiſche Woh⸗ nung verboten war, wo in der weiten Welt ſollte der Weltverbeſſerer ein Obhach finden? Doch ſie verzwei⸗ felten nicht, der Muth entſank ihnen nicht. Der maje⸗ flätiſche Glanz der Nacht, als ſie in ihrer feierlichen

Ruhe vorrückte, als die Schatten der unbewegten

Bäume größer und ſchärfer auf die ſilberhelle Erde ſchien als der Himmel milder und heller wurde bei dem zunehmenden Sternenlicht, floͤßte er ihnen die Hei⸗ terkeit des Glaubens ein denn die Nacht öffnet der gläubigen Seele die Bibel des Weltalls und auf den Blättern des Himmels ſteht geſchrieben:Gott iſt überall!

Ihre Haͤnde waren gefaltet ihre bleichen Geſich⸗ ter aufwärts gerichtet; ſte ſprachen nicht, auch waren ſie ſich nicht bewußt, daß fie beteten, aber ihr Schwei⸗ gen war nachdenkend und ihr Nachdenken war Verehrung.

Bei dem Kummer und der Einſamkeit der Reinen erſcheint zuweilen eine ſeltſame und verzückte Heiterkeit ein wacher Schlummer über den der Inſtinkt des

Lebens jenſe bahin gleitet Seele verlar Menſchenher nach den hier dachte das Grauſamkeit gleichheiten

die, welche n wieder gefun

koſtete, und Vaters erhob Und do verbreitet ſich Geiſt frei in fällt von jede der Allwiſſent Lebens ſelbſt nährt haben- der Erde nur zur Frucht her Und den 4 lächelten die E Verheißung zu Endlich un ſo daß der Sa ſetzte, ſchliefen Die Nacht langſam und gt Bulwer, Ba