Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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veniger

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37 Shakſpeare's Schauſpiel, Richard der Dritte, der Held erſt in ſeinem neunzehnten Jahre war; doch in dem noch jugendlicheren Alter, worin er in dieſer Erzählung er⸗ ſcheint, war Richard von Gloueeſter älter an Verſtand und faſt auch an Erfahrung, als mancher weiſe Mann im dreiunddreißigſten Jahre— in jenem verhaͤngnißvollen Alter, wo ſeine Sonne auf immer auf dem Schlacht⸗ felde von Bosworth unterging!

Damals ſah der junge Prinz die geputzte, aufgeregte und plappernde Geſellſchaft mit gemiſchter Schwermuth und Verachtung an. Nicht als habe er mit der Schärfe der modernen Empfindlichkeit ſeine körperlichen Mängel unter jenem Kreiſe der Stattlichen und Schoͤnen gefühlt, denn ſie waren nicht von der Art, um ſeinen Arm im Kriege zu ſchwächen, oder ſeinen überredenden Einfluß im Frieden zu verringern; ſondern es war vielmehr jene Traurigkeit, die ſo oft einen thätigen und ehrgeizigen Geiſt in der frühen Jugend überſchattet, wenn er bei der Frage verweilt, was ſeine Pläne und Entwürfe, ſeine Ruhelofigkeit und ſein Kampf wirklich werth find. Vor ihm lag eine Scene des Vergnügens— aber am Vergnügen fand weder die Jugend noch das Mannes⸗ alter Richards III. Geſchmack; obgleich nicht durchaus von der großen Strenge eines Amadis oder unſers angel⸗ ſächſiſchen Eduard, war er frei von den Ausſchwei⸗ fungen ſeiner Zeit. Seine Leidenſchaften waren zu be⸗ deutend zu leichtfertigen Aufregungen. Schon war die italieniſche Polttik, oder, wie ſie fälſchlich genannt wird, die des Macchiavell, in die Geiſter Europa's eingedrungen, und die Wirkungen der gewiſſenloſen, großartigen und