Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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bedächtigen Staatskunſt ſind von der Thronbeſteigung Eduards IV. bis zu dem Schluſſe von Eliſabeths Regie⸗

rung ſichtbar. Mit dieſer Politik, die ſich mit dem Verbrechen, wie mit einer Nothwendigkeit der Weisheit ausſöhnte, war oft eine Verfeinerung des Charakters vereint, die ſich nicht gemeinen Laſtern hingab. Nicht allein in jenen ritterlichen übungen erfahren, welche Caxton bewogen, Richard das Buch über den Orden der Ritterſchaft zuzueignen, waren die friedlicheren Unter⸗ haltungen des Herzogs von Glouceſter von ſtrengerer Anmuth begleitet, als dem Geſchmack ſeiner königlichen Brüder zuſagte. Er liebte die Künſte bis zur Leiden⸗ ſchaft— beſonders von kriegeriſcher Art— die Malerei und die Baukunſt— er war ein Leſer von Büchern wie von Menſchen— von ſolchen Büchern, wie ſie für Prinzen paßten— und daher ſeine überlegene Kenniniß der Prinzipien der Geſetze und des Handels, welche ſeine kurze Regierung zeigt. In allen Dingen mehr einem Italiener, als einem nachläſſigen Normann oder einem einfachen Sachſen ähnlich, hätte Macchiavell aus ſeinem Charakter ein contraſtirendes Seitenſtück zu dem des Caſtruccio Caſtrucani machen können.

Die Menge murmelte und rauſchte in der Ferne, und noch immer blickte Richard mit über einander geſchla⸗ genen Armen aufwärts, als eine Dame, die vom Pa⸗ laſte her in den Garten trat, ſo haſtig an ihm vor⸗ überging, daß ſie ſein Obergewand berührte. Er wendete ſich erſtaunt und mit einer tiefen Verbeugung um, als ſie rief:„Prinz Richard! Ihr allein unter ſo Vielen!“

„Mylahy,“ ſagte der Herzog,⸗ eine plötzliche Hoff⸗

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