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„Ich wollte, das wäre Alles,“ entgegnete Mon⸗ tagu.„Aber in bemſelben Augenblick, wo Warwick mit Ludwig von Frankreich unterhandelt, iſt dieſer Austauſch von Höflichkeiten mit Ludwigs Todfeinde, dem Grafen von Charolois, durchaus nicht angemeſſen.“
„Nein, nehmt es nicht ſo ernſt— ein bloßer Zeit⸗ vertreib.“
„Haſtings, Ihr wißt es beſſer. Aber Ihr ſeid kein Freund von meinem großen Bruder.“
„Ich habe auch wenig Urſache dazu,“ antwortete Haſtings mit bebender Lippe.„Ihm und Eurem Vater bin ich den ſchwerſten Fluch ſchuldig, der je auf das Herz eines Mannes fiel. Ich habe es erlebt, ſelbſt uͤber Lord Warwicks Beleidigungen erhaben zu ſein. Noch
jung, ſtehe ich unter den Kriegern und Pairs von Eng⸗ land, mit ſo hochgetragenem Helmbuſch und ſo unbe⸗ flecktem Wappenſchilde, wie der Beſte von ihnen. Ich habe einen tiefen Zug aus dem Becher der weltlichen Freuden gethan. Ich gebiete nach Gefallen über den bunten Pomp der Welt, und ich ſage Euch, daß all mein glücklicher Erfolg im Leben nicht die Qual der Stunde aufwiegt, wo alle Blüte und Lieblichkeit der Erde in einen öͤben Winter überging und das einzige Weib, welches ich je liebte, dem Stolze ihres Bruders geopfert wurde.“
Große Tropfen ſtanden auf der bleichen Stirn des beglückten Edelmanns, als er ſo ſprach, und ſeine dumpfe Stimme rührte ſelbſt den weltlichen Montagu.
„Still, Haſtings!“ ſagte Montagu freundlich; dies ſind nur die müßigen Erinnerungen eines jungen Mannes.
Bulwer, Barone. II, 2


