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Herz es am meeiſten vermeidet, einem ver⸗ trauenden Freunde Unrecht zu thun.“*
„Es war ein Glück,“ ſagte die Herzogin,„daß Eduard bei den erſten Worten Feuer fing und nicht bis zu Ende wartete!“
„Es war ſchon ſo vorbereitet, Jaequetta— hätte er das Übrige ſehen wollen, ſo hätte ich den Brief in den Kamin geworfen, als enthielte er etwas, was ich nicht zu leſen wagte. Muth! Eduard hat die Kaufleute angehört; er hat Haſtings abgetrumpft— der uns wider⸗ ſprechen wollte. Ubrigens, Eliſabeth, iſt es Deine Gache, von Beleidigungen zu reden, die der Graf Dir zugefügt; Deine Sache ſei es, Jaequette, Eduard's Stolz aufzu⸗ regen, indem Du bei Warwicks übergroßer Macht ver⸗ weilſt. Meine Sache ſei es, ſeine Intereſſen in Betreff ſeines Handels in das rechte Licht zu ſtellen; Margare⸗ thens Sache ſei es, ſein Herz durch ſanfte Thränen um den kühnen Charolois zu rühren, und ehe ein Monat um iſt, ſoll Warwick finden, daß ſeine Geſandtſchaft nur ein
Gegenſtand des Gelächters iſt. Kein Schatten ſoll zwi⸗ ſchen das Haus Woodville und die Sonne England
treten.“
„Ich bin kaum Königin, während Warwick Miniſte iſt,“ ſagte Eliſabeth rachſüchtig.„Wie trotzte er mi als wir uns zuletzt ſahen!“ 3
„Aber höre, Tochter und Königin, höre! Eduarh iſt nicht auf den entſcheidenden Schlag vorbereitet. Ich habe mit Anton verabredet, deſſen ritterliche Thorheiten ihn nicht fähig machen, unſere Zwecke vollkommen in begreifen, daß unter gehsrigem Vorwande der Bruden


