Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Göitin. Eine verfeinerte Galanterie— eine rückſichts⸗ volle Höflichkeit gegen verheirathete und unverheirathete Damen, vereinte die Sprache eines Amadis mit der Rohheit eines Gefangenwärters, und ein viel locken⸗ derer Contraſt als der Hof Karls des Zweiten gegen die ſtrenge Republik darſtellte, verführte das gemeine Voll, wenn es den Hof dieſes tapferſten und ſchönſten Fürſten mit den traurigen und kläglichen Kreiſen verglich, in welchen Heiurich der Sechste regiert und gebetet hatte. Eduard ſelber konnte ſo wenig mit ſtrenger Gerechtig⸗ keit beurtheilt werden, daß ſeine außerordentliche Be⸗ liebtheit in London, wo er täglich geſehen wurde, nie durch ſeine Fehler abnahm; er war ſo kähn im Felde und doch ſo milde in ſeinem Zimmer; wenn ſeine Lei⸗ denſchaften ſchlummerten, war er ſo außerordentlich gutmüthig und geſellig— ſo freundlich gegen Alle, die ihn umgaben— ſo herzlich und heiter in ſeinen Reden und ſeinen Laſtern— bei alle dem ſo prachtliebend und großmüthig, und ungeachtet ſeiner Trägheit war ſeim Befähigung zu Geſchäften wunderbar, und durch dieſ letztere erwarb er ſich die Ehrfurcht der guten Londoner denn gleich den Kalifen des Orients ſaß er oft ſelber zu Gericht und ſprach ſeine Urtheile mit großer Verſtandes ſchärfe und Richtigkeit aus. Gleich allen ausſchweifenden Menſchen hatte er eine heilſame Anlage zum Geiz. Jen Verachtung des Handels, welche eine moderne Ariſtt⸗ kratie charakterifirt, wurde von den Edelleuten jenn Tage wenig gefühlt, mit Ausnahme ſo trotziger Patri zier, wie Lord Warwick oder Raoul de Furke. Das großt Haus de la Pole, Herzog von Suffolk, deſſen Ert