Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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dies nur darum, weil die Malerei in England als eine Kunſt anerkannt und daher nach beſtimmten Theorien abgeſchätzt wird. In der Literatur aber urtheilen wir nach einem unbeſtimmten Geſchmack— nach tauſend Vor⸗ urtheilen und nach unwiſſender Vorliebe. Wir begreifen noch nicht, daß der Schriftſteller ein Künſtler iſt, und daß die wahren Regelu der Kunſt, wornach er ſollte ge⸗ prüft werden, beſtimmt und unveränderlich find. Daher die ſeltſamen und phantaſtiſchen Lannen der öffentlichen Meinung— ihre Übertreibungen des Lobes und Tadels — ihre Leibenſchaft und ihre Reaktion. Zu einer Zeit ihre feierliche Verachtung gegen Wordsworth— zu einer andern ihre abſurde Vergoͤtterung. Zu einer Zeit werden wir von der lärmenden Berühmtheit Byrons betäubt— zu einer andern ſagt man uns ganz ruhig, daß er kaum ein Dichter zu nennen iſt. Jeder von dieſen Variationen im Publikum folgt die gemeine Kritik unbedingt, und wie vor einigen Jahren unſere Jonrnale miteinander wetteiferten, Wordsworth lächerlich zu machen wegen der Fehler, die er nicht an ſich hatte, ſo wetteifern ſie jetzt mit einander in Lobſprüchen über Verdienſte, die er niemals an den Tag gelegt.

Dieſe gewaltſamen Wechſel verrathen ein Publikum und eine Kritik, durchaus unerfahren in den Elementar⸗ prinzipien der literariſchen Kunſt und berechtigen den demüthigſten Autor, den Tadel der Stunde zu beſtreiten, während ſie die größten Autoren gegen das Lob argwöh⸗ niſch machen ſollten.

Nicht in übereinſtimmung mit der anmaßenden Über⸗ zeugung von ſeiner eigenen Überlegenheit, ſondern mit