Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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ſeiner gemeinen Erfahrung und dem geſunden Menſchen⸗ verſtande, iſt es jedem Schriftſteller, der ein engliſches Auditorium in vollem Ernſte anredet, wohl erlaubt zu fühlen, daß ſein Endurtheil nicht von der Jury abhängt, vor welcher er zuerſt verhoͤrt wird. Die Literaturgeſchichte des Tages hängt von einer Reihe beſeitigter Urtheile ab.

Doch dieſe Ungewißheit muß jedem noch ſo demüthi⸗ gen Anhänger der intellektuellen Schule zu Theil werden, die ſtets mehr ober weniger von den populären Regeln abweicht. Die harte Nothwendigkeit derſelben ſtört und beunruhigt die träge Ruhe des gemeinen Geſchmacks, denn wäre dies nicht der Fall, ſo könnte er ſich weder erheben noch bewegen. Wer die nieder ländiſche Kunſt für die italieniſche aufgibt, muß durch die Dunkelheit fortſchreiten, um die Grundſätze zu erforſchen, worauf er ſeinen Entwurf gründet— wornach er ſeine Ausfüh⸗ rung einrichtet; in Hoffnung und Troſtloſigkeit ſtets getren der Theorie, die ſich weniger um die Größe des erregten Intereſſe kümmert, als um die Quellen, von welchen das Intereſſe abgeleitet wird— ſucht er in der Handlung die Bewegung der großartigeren Leidenſchaf⸗ ten oder die feineren Springfedern des Benehmens, in der Ruhe das Colorit der intellektuellen Schönheit.

Das Niedrige und Hohe der Kunſt iſt nicht ſo leicht zu begreifen; es hängt nicht von dem weltlichen Range oder der phyſtſchen Beſchaffenheit der geſchilderten Cha⸗ raktere ab; es hängt allein von der Art der Bewegungen ab, welche die Charaktere der Abſicht nach erregen ſollen — nämlich ob Mitgefühl für etwas Niedriges oder Be⸗ wunderung für etwas Hohes. Es liegt nichts Hohes in