Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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veralteten Roman von Bona von Savoyen geglaubt

haben*), daß der Verfaſſer ſich eine nicht zu verantwor⸗ tenbe Freiheit mit den wahren Thatſachen genommen, da er doch ſeine Erzählung auf die wahren Thatſachen gründete, ſo weit dieſelben zu ermitteln waren, und ſeine kühnſten Erfindungen nur von dem umfaſſendſten Zeugniß hergeleitet, welches er zu ſammeln vermochte. Ja, er wagt ſogar zu glauben, daß, wer ſpäter die Geſchichte Eduard des Vierten ſchreibt, nicht verſchmähen wird, in dieſem Buche zerſtreute Andeutungen zu benutzen, einige, welche dazu dienen, ein neues Licht auf die Ereigniſſe jener verwichelten aber wichtigen Periode zu werfen. Wahrſcheinlich wird dieſes Werk eine weitere Ver⸗ breitung finden, als meine letzte Dichtung„Zanoni,“ an der nur Diejenigen Geſchmack finden konnten, die ſich für die verſchiedenen Probleme des menſchlichen Lebens intereſſiren, welche dieſelbe zu loͤſen verſucht. Aber ſo verſchieden und geſondert auch die Behandlung beider Dichtungen ſein mag, ſo find ſie doch nach jenen Grund⸗ ſätzen der Kunſt gebildet, welche ich in allen meinen ſpäͤteren Werken, ſo unvollkommen ſte auch ausgefallen ſein mögen, ſtandhaft zu befolgen bemüht geweſen bin. Meiner Anſicht nach ſollte ſich ein Schriftſteller zur Compofition einer Dichtung hinſetzen, wie ein Maler

* Ich ſage, an den veralteten Roman von Bona von Sa⸗ voyen— in ſo fern als Eduards Zurückweiſung ihrer Hand zu Gunſten Eliſabeth Gray's die Urſache zu dem Streite mit War⸗ wick ſoll geweſen ſein. Aber ich läugne die Möglichkeit nicht, daß Warwick eine ſolche Heirath angerathen, obgleich er ſie weder zu Stande zu bringen ſuchte, noch dadurch ſich beleidigt fühlte, daß Eduard ſeine ſchöne Unterthanin vorzog.