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trieb beweist, daß die Urſache ſeiner Entfremdung neu war.
Wenn alſo die von Hall und Andern erwähnte Ur⸗ ſache als die wahrſcheinlichſte erſcheint, die wir auffinden können, ſo muß das Datum derſelben dorthin geſtellt werden, wo es in dieſem Werke iſt, nämlich unmittel⸗ bar vor die Empörung des Grafen. Die nächſte Frage iſt, wer die ſo beleidigte Dame ſein konnte, eine Nichte oder eine Tochter? Wohl ſchwerlich eine Nichte, denn Warwick hatte einen einzigen verheiratheten Bruder, den Lord Montagu und mehre Schweſtern; aber die Schwe⸗ ſtern waren an Lords verheirathet, welche mit Eduard in freundſchaftlichen Verhältniſſen blieben“ und Mon⸗ tagu's Töͤchter ſcheinen in den Kinderjahren geſtorben zu ſein,““* während dieſer Edelmann ſelber Warwicks Rebellion anfangs nicht theilte, ſondern fortbauernd Eduards Vertrauen genoß. Wir können uns daher ver⸗ nünſtigerweiſe nicht denken, daß der Oheim ſo viel rach⸗ ſüchtiger ſollte geweſen ſein, als die Eltern— die recht⸗ mäßigen Schützer der Ehre einer Tochter. Daher iſt es
* Mit Ausnahme der Schweſtern, die an Lord Fitzhugh und Lord Orford verheirathet waren. Aber obgleich Lord Fitz⸗ hugh, oder vielmehr ſein Sohn, eine Rebellion begann, ſo war es doch wegen einer Urſache, mit welcher Warwick nicht ſympathiſirte, denn Warwick ſelber hob dieſe Rebellion auf; auch konnte die beleidigte Dame keine Tochter des Lord Oxford ſein, denn er war ein hartnäckiger, obgleich nicht offen aner⸗ kannter Lancaſtrier und ſcheint den Hof ſorgfältig gemieden zu haben.
** Montagu's Frau konnte zur Zeit ſeines Todes wenig älter als dreißig Jahre ſein. Sie heirathete wieder und hatte Kinder von ihrem zweiten Gemahl.


