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Nehmen wir die Wahrſcheinlichkeit dieſer bem Grafen zugefügten Beleidigung an, ſo verſchwindet auf einmal die Dunkelheit, welche dieſen denkwürdigen Zwiſt ein⸗ hüllt. Es war offenbar eine Beleidigung geſchehen, die nie konnte vergeben und auch nie konnte bekannt ge⸗ macht werden. Wie Hall andeutet, erforderte es die Ehre ves Grafen, den Skandal zu vertuſchen, und Eduards Ehre, die Beleibigung zu verbergen.— Wenn
die Beleidigung je verſucht wurde, ſo muß es vor der.
erklärten Feindſchaft des Grafen geſchehen ſein, das iſt klar. Beleidigungen dieſer Art treiben die Menſchen an⸗ fangs zur unmittelbaren Handlung, oder wenn ſie ſich zur Verſtellung herablaſſen, um ſich ſpäter deſto wirkſamer zu rächen, wartet der Ausbruch ſeine paſſende Zeit ab. Aber die vom Grafen für ſeinen Ausbruch gewählte Zeit war die ſchlimmſte, die er nur hätte wählen können, und bezeugt den Einfluß einer plötzlichen Leidenſchaft— eine neue und unberechnete Veranlaſſung zur Nache. Er hatte keine geſammelten Streitkräfte— er hatte nicht einmal ſeinen Schwager, Lord Stanley, ausgeforſcht(da er ſeiner
Abſichten ungewiß war) während er, wenn er noch vor
wenigen Monaten den Wunſch gehegt hätte, den König zu eutthronen, er ihn entweder durch den Volksaufſtand, den der Graf ſelber unterbrückt hatte, vernichten laſſen, oder nach Gefallen über ſeine Perſon hätte verfügen kön⸗ nen, als er ein Gaſt auf ſeinem Schloſſe Middleham war. Sein offenbarer Mangel an aller Vorbereitung und allem Vorbedacht— ein Mangel, welcher den Baron, um deſſen Banner ſich wenige Monate ſpäter ſechzigtauſend Mann verſammelten, zu raſcher und gezwungener Flucht


