16 waren— ſtehen an der Spitze. Der König, welcher in drohender Gefahr ſchwebt, ſchreibt einen bittenden Brief an Warwick, ihm zu Hülfe zu kommen. Der Graf ver⸗ gißt wieder ſeine früheren Urſachen zum Zorn, eilt von Calais herüber, befreit den König und unterdrückt die Empörung durch den Einfluß ſeines beliebten Namens.
Zunächſt finden wir Eduard auf Warwicks Schloſſe Middleham, wo er, nach Ausſage einiger Hiſtoriker, gewaltſam zurückgehalten wird, eine Behauptung, die von Andern als eine verächtliche Erfindung behandelt wird. Dieſe Frage wird in dieſem Werke ausführlich un⸗ terſucht; doch welches auch die wahre Auslegung der Geſchichte ſein mag, ſo finden wir, daß Warwick und der König noch immer in ſo freundſchaftlichen Verhält⸗ niſſen ſtehen, daß der Graf in Perſou gegen eine Re⸗ bellion in dem ſchottiſchen Grenzbiſtrikte marſchirt, einen ausgezeichneten Sieg erlangt, und daß der Anführer der Rebellen(des Grafen eigener Vetter) von Ehuard zu York enthauptet wird. Gleich nach dieſem muthmaßlichen gezwungenen Aufenthalte auf Warwicks Schloſſe ſpricht Eduard von Warwick und ſeinen Brühern als von ſeinen beſten Freunden und verlobt ſeine älteſte Tochter mit
Warwicks Neffen, dem maͤnnlichen Erben der Familie.
Und dann plötzlich, nur drei Monate ſpäter(im Februar 1470), und ohne klare und deutliche Urſache, ſinden wir Warwick in offener Rebellion, belebt von tödtlichem Haſſe gegen den Konig. Von Anfang bis zu Ente ſchlägt er alle Anerbietungen zur Verſoͤhnung aus, und ſo ent⸗ ſchloſſen iſt ſeine Nache, baß er ſeinen bisher äußerſt empfindlichen Stolz vor der ungeſtümen Inſolenz Mar⸗


