356 der folgenden Gang der Ereigniſſe, mir bei meinem Vor⸗ haben nur geringen Beiſtand leiſtete. Mit großem Miß⸗ fallen bemerkte ich ſeine Empfindungen; allein jetzt war nicht der Zeitpunkt, dieſelben zu bekämpfen. Ich ſah, daß ich auf eine kräftige Mitwirkung von ſeiner Seite nicht mit Sicherheit rechnen konnte, ja daß er, ſelbſt wenn ihn Montreuil aufſuchen ſollte, nicht die nöthige Geiſtesgegenwart und Energle haben würde, ihn feſt zu halten. Ich änderte daher den anfangs feſtgeſetzten Plan.
„Ich will hier bleiben,“ ſagte ich,„und die alte Pförtnerin anweiſen, Jedermann, der Dich zu ſprechen wünſcht, zu mir zu ſchicken. Inzwiſchen magſt Du Dich mit Oswald, falls Dir mein Wunſch nicht zuwider iſt, nach** begeben, die Obrigkeit von der uns hinter⸗ brachten Nachricht in Kenntniß zu ſetzen und Dir ſo viel bewaffnete Mannſchaft erbitten, als im Fall der Noth zu Bekämpfung der Piraten und zur Feſtnahme Montreuils erforberlich ſind; dieſer Beiſtand dürfte wohl nnerläßlich ſein; auf jeden Fall erfordert die Klug⸗ heit, ſich denſelben zur Hand zu ſchaffen; ginge Oswald allein, ſo dürfte die Obrigkeit nicht mit ſo viel Eifer und Schnelligkeit verfahren, als ein einziges Wort von Dir zur Folge haben wird.“
„Von mir,“ ſagte Gerald,„ſage vielmehr von Dir; Du biſt der Herr dieſer ausgedehnten Beſitzungen!“
„Nie, theuerſter Bruder, ſollen ſie von ihrem der⸗ maligen Beſitzer auf mich übergehen; aber laß uns jetzt zum Werk der Gerechtigkeit eilen, von der Freundſchaft werden wir ſpäter ſprechen.“ Sofort ſuchte ich Oswald auf, der, wenn auch
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