Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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fallen,

Hand. Dieb⸗ ir be⸗ über

Haſt ng— Sühne jetzt „Dir narais einem

einem

„Hm, hm!“ erwiderte Desmarais nachdenklich und in einem von ſeiner gewöhnlichen Art zu reden ganz ver⸗ ſchiedenen Tone;„muß es wirklich ſo ſein? Zwanzig Jahre lang, als Jüngling und als Mann, habe ich mich an dieſen Menſchen geklammert und mein Schick⸗ ſal mit dem ſeinigen verwoben, weil ich ihn unter dem⸗ ſelben Sterne geboren glaubte, der auf Staatenlenker und Päbſte nieberſcheint. Zwingt mich jetzt die harte Nothwendigkeit, ihn zu verrathen?— Ihn, den ein⸗ zigen Menſchen, den ich je geliebt. So— ſo— ſo! Graf Devereur, durchbohren Sie mein Herz— ich werde Bertrand Collinot nicht verrathen!

„Geheimnißvolles Herz des Menſchen,“ ſprach ich zu mir ſelbſt, als ich die niedere Stirne, das boshafte Auge, die verſchmitzte Lippe des Elenden betrachtete, der auf dem Grunde einer ſo gemeinen Bruſt immer noch eine großmüthige, edle Empfindung nährte. Doch ſie keimte dort nur, um zu verwelken!

„Wie Du willſt,“ entgegnete ich,„erinnere Dich, der Tod iſt die Alternative. Bei dem Sterne, un⸗ ter welchem Du geboren, Jean Desmarais, ich ſollte meinen, Treuloſigkeit ſei immer noch etwas Beſſeres, als der Galgen— doch die Zeit drängt— Adieu; an Deinem Gerichtstage werden wir uns wiederſehen.“

Ich wandte mich gegen die Thüre, um Oswald zu ſeinem Gefangenen zu rufen. Desmarais fuhr aus der Träumerei auf, in welche er verſunken ſchien.

„Warum zaudere ich noch?“ ſprach er langſam. „Hätte er die Wahl, würde er mich nicht laſſen, Bulwer, Devereur, II.