Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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hinauf.„Jetzt,“ ſagte ich, als er mit Gerald unb mir

Lange ſah ich ihn an— kämpfend in meinem In⸗ nern zwiſchen Zorn und Ekel— mit jenem gemiſchten Gefühle von Verachtung und Zerſtörungsluſt, womit wir auf die Kraftanſtrengung eines kleinen, aber gifti⸗ gen und frechen Gewürmes ſehen— lange ſah ich ihn an, bis ich endlich meine Stimme beruhigt und geſam⸗ melt hatte, um zu Wort zu kommen.

„So habe ich Dich endlich! Zuerſt kommt vas nie⸗ derträchtige Werkzeug, und dieſes will ich auch zuerſt zerbrechen, ehe ich die Hand, die es geführt, abhaue.“

„Wenn es der gnädige Herr Graf erlaubt,“ ant⸗ wortete Desmarais, indem er ſich bis zum Boden ver⸗ neigte,„das Werkzeug iſt eine Feile, und es wäre nutz⸗ los, auf dieſe zu beißen.“

„Das wollen wir ſehen,“ ſagte ich und zog den Degen;„bereite Dich zum Tode!“ Damit hielt ich die Spitze der Klinge mit einem ſo plötzlichen, drohen⸗ den Ausfalle an ſeine Kehle, vaß ſich ſeine Augen un⸗ willkürlich ſchloſſen und das Blut aus ſeinen hageren Wangen trat, die nur noch aſchgrau blieben; aber er zuckte nicht.

„Will Monſieur,“ ſagte er mit einer Art von Lächeln,„ſeinen armen, alten, treuen Diener tödten, ſo möge er zuſtoßen. Dem Schickſale kann man nicht wiverſtehen, und Bitten ſind hier nutzlos!“

„Oswald,“ ſagte ich,„laſſen Sie Ihren Gefangenen los; warten Sie hier und halten Sie gut Wache. Jean Desmarais, folge mir!“

Ich ſtieg, von Desmarais begleitet, die Treppe