Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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vingtes Vertrauen in die Dienſte eines Mannes zu ſetzen, der ſich früher lohnſüchtig und feig gezeigt. In⸗ deſſen zeigte dieſer Herr wenig Gleißnerei oder Ver⸗ ſtellung; er machte keine Anſprüche auf Tugenden, die er nicht beſaß; und ſchien jetzt durch den Genuß des Weines und der Vertraulichkeit beſonders zur Offenheit geneigt. Er war es geweſen, der neben verſchiedenen anderen, weniger geheimen Aufträgen von Montreuil zur Beobachtung Aubrey's gebraucht worden war; nach dem Tode meines Brubers war nach England geeilt, nicht allein um Montreuil von dieſem Ereigniſſe in Kenntniß zu ſetzen, ſondern auch, um ihm einige ſpecielle Befehle von gewiſſen Mitgliedern ſeines Ordens zu überhringen. Er hatte Montreuil geſchäftig, unruhig, ſelbſt in ſeiner Abgeſchiedenheit intriguirend und erfrent über eine in neueſter Zeit erhaltene Zuſage des Cardi⸗ nal Fleury gefunden, daß ihm in Kurzem Verzeihung unb Zurückberufung zu Theil werden ſollten. Bei dieſem Theile von Oswalds Bericht konnte ich mit Leichtigkeit die Beweggründe ſeines erneuerten Vertrauens zu mir durchſchauen. Montreuil, in neue, verwickelte und um⸗ faſſende Plane vertieft, ſchenkte den Trümmern ſeiner früheren Projekte nur noch wenig Aufmerkſamkeit. Aubrey todt— ich außer Landes— Gerald ſein un⸗ terwürfiges Werkzeug— ſah er in unſerem Hauſe keinen Grund zu beſonderen Vorſichtsmaßregeln oder Befürch⸗ tungen. Offenbar war er deßhalb weniger bemüht, ſich der käuflichen Dienſte Oswalds zu verſichern, als die Kenntniß von deſſen Charakter ihn ſonſt hätte machen müſſen; und als vaher dieſer Herr von meiner plötzlichen