Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Geralb ging nach London und wurde bald Alles, was Montreuil wünſchte.

Montreuil kam abermals nach England; ſein großer Plan, Alberoni's Plan, war mißlungen. Aus Frankreich und Spanien verbannt, von Italien ausgeſchloſſen, wünſchte er ſo lange in Englanb eine Freiſtätte zu erhal⸗ ten, bis er ſich die Rückkehr nach Paris aus gewirkt hätte. Zu Erreichung des erſten dieſer Zwecke(der Freiſtätte) war es nöthig, daß ſich Jemand für ihn intereſſirte; für den zweiten(die Auswirkung der Rückkehr) war Geld nöthig. Zu Beidem hatte er ſich Gerald Devereur auser⸗ ſehen. Dieſer war jedoch ſchon auf dem behaglichen Standpunkte angekommen, wo man das Geld nicht leicht weggibt. Ein Wortwechſel entſpann ſich; Montreuil lüf⸗ tete den Schleier und zeigte dem Erben, auf welchem Wege er in den Befitz ſeines Reichthumes gekommen.

Montreuil hatte richtig in dem Menſchenherzen ge⸗ leſen. So lange Gerald auf dem Lande lebte und nicht alle Freuden genoß, zu welchen ihn ſein großer Reichthum berechtigte, hätte die Entdeckung dieſes Geheimniſſes ſehr gefährlich werden können, denn obgleich er mich nicht beſonbers liebte und Kühnheit genng beſaß, ſich jeder Gefahr auszuſetzen, war er doch weder ein Desmarais, noch ein Montreuil. Er war das ſo häklige Ding, ein Mann von Ehre, und würde zu jener Zeit augenblicklich das Vermögen mir abgetreten, Montreuil und den Phi⸗ loſophen dem Henker überliefert haben. Aber nach zwei oder drei unter jeder Art von Genuß verlebten Jahren, den ihm ſein Reichthum zu ſchaffen vermochte— nachdem er in jenen Cirkeln gelebt, wo Reichthum das größtmögliche

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