Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Wegelagerern beunruhigt wurde. Die Geſellſchaft meines Reiſegefährten zu Pferde mochte vaher irgend etwas zu bebeuten haben. Ich ſah nach meinen Holftern, nahm langſam eine meiner Piſtolen heraus, unterſuchte die Ladung und ſieckte dieſelbe alsdann wieder in das Behält⸗ niß. Der Reiter bemerkte die Geberde und lenkte ſein Pferd unbehaglich, und wie es mir ſchien furchtſam, auf die andere Seite der Straße.

„Sie reiſen wohlbewaffnet, mein Herr,“ ſagte er nach einer Pauſe.

„Eine nothwendige Vorſicht, mein Freund,“ aut⸗ wortete ich gelaſſen,„auf einer Straße, die man nicht kennt, und neben Leuten, mit welchen zuſammen zu ſein man früher nie das Glück gehabt hatte.“

„Hm!— hi!— Parbleu, Monsieur le Comte, Sie ſpielen auf mich an; allein ich verfichere Sie, es iſt nicht das erſtemal, daß wir uns treffen.“

„Ha!“ erwiderte ich und ritt näher an meinen Reiſe⸗ gefährten,„ſo kennen Sie mich alſo— und wir waren ſchon zuſammen. Ich glaubte, Ihre Stimme zu erkennen, doch kann ich mich nicht entfinnen, wann oder wo ich die⸗ ſelbe das letztemal hörte.“

„Ach, Graf, ich glaube, wir begannen unſere Be⸗ kanntſchaft nur durch einen Zufall, und nur durch einen Zufall erneuern wir dieſelbe, wie Sie ſehen. Allein ich ſehe, Sie wünſchen allein zu ſein. Leben Sie wohl, Graf, eine angenehme Nacht in Ihrem Gaſthofe.“

„Nicht ſo ſchnell, mein Herr,“ entgegnete ich unb faßte meinen Begleiter feſt bei der Schulter,„ich kenne Sie jetzt und danke der Vorſehung, daß ich Sie getroffen

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