Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Pferde, trug einen kurzen dunkelgrauen Mantel, eine lange, rabenſchwarze Perüke und einen großen, herab⸗ ſchlappenden Hut, der, unterſtützt durch die zunehmende Dunkelheit, mir nur einen ſehr unvolltommenen Ueberblick ſeiner Züge geſtattete. Zwei ober dreimal war er an mir vorübergeritten und zwar jedesmal mit einer Begrüßung, in welcher der Wunſch nach näherer Bekanntſchaft nicht allzuſehr verborgen war; allein ſchon von Natur bin ich nicht ſehr geneigt, mit dem nächſten Veſten ein Geſpräch anzuknüpfen, und zu jener Zeit lag mir beſonders an der Unterhaltung mit mir ſelbſt. Ich hatte daher den Gruß des Reiters nur kurz erwibert und war mit ſehr unhöf⸗ licher Eitelkeit von ihm weggetrabt. Als er mir endlich zum viertenmale nahe kam und mich zum viertenmale an⸗ rebete, fiel mir in dem Tone ſeiner Stimme etwas auf, das mir nicht ganz unbekannt vörkam. Ich betrachtete ihn aufmerkſamer, als bis jetzt, und antwortete ihm endlich höflicher. Durch dieſen Nachlaß meiner Zurück⸗ haltung augenſcheinlich ermuthigt, ſetzte der Mann die Unterhaltung eiligſt fort.

„Ihr Pferb, mein Herr,“ ſagte er,„iſt ein ſchönes Thier, aber es ſcheint abgetriehen;— Sie ſind wohl heute weit geritten?“

„Nun ja, mein Herr; aber die Stabt, wo ich die Nacht zuzubringen gebenke, iſt nur noch etwa vier Meilen entfernt, glaube ich.“

„Ach!— So übernachten Sie in D**?⸗ fragte der Reiter angelegen.

Ein Verdacht wurde in mir rege— wir ritten gerade auf einer ſehr einſamen Straße, die, wie bekannt, von

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