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Gegenſtände intereſſirt, regt ſich ber Gebanke an Freund⸗ ſchaft öfter, beſchäftigt mich und erwärmt mich mehr. Werden wir vielleicht zärtlicher, je näher der Augenblick unſerer großen Trennung heranrückt? oder fangen die⸗ jenigen, welche beſtimmt ſind, in einer andern Welt mit elnander zu leben(denn Freundſchaft iſt nur für die Gu⸗ ten vorhanden), an, jene göttliche Sympathie ſtärker zu fühlen, welche vas große Band ihres zukünftigen Zu⸗ ſammenſeins bilden wird?*
Während Bolingbroke ſo ſprach, und auf Pope's verwelktem, aber ausdrucksvollem Geſichte all die Liebe und Achtung zu leſen war, die er offenbar für ſeinen Freund fühlte, ſagte ich zu mir ſelbſt:„Wahrlich, die Liehe zwiſchen ſolchen Gemüthern ſollte fortdauern, ohne dem Wechſel unterworfen zu ſein, dem gewöhnlich Nei⸗ gungen unterliegen! Wer würde nicht trauern über die Schwächen aller menſchlichen Bande, wenn dieſe ſpäter riſſen und Bitterkeit auf Freundſchaft, Abneigung auf Hochachtung folgte? Ich, ein Wanderer, ohne Erben für mein Gevächtniß und meine Habe, werde dahin⸗ ſchwinden und mein ſchneller, nicht zur Reife gediehener Ruf wird mit meiner Staubhülle vergehen; werden aber die Namen derjenigen, die ich jetzt vor mir ſehe, je matt in den Ohren eines kommenden Geſchlechtes wiedertönen, und wird ihre Freundſchaft nicht immer noch ein milde⸗ res, wärmeres Mitgefühl erwecken, als die Bewunde⸗ rung ihres Ruhmes?“
„ Dieſe ſchönen Worte finden ſich mit geringer Abänderung in einem Briefe Bolingbroke's an Swiſt. Der Herausgeber.


