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geſpannte Erwartung, und es wäre grauſam von ihr, wenn ſie mich einer ſolchen berauben wollte. Wir unter⸗ hielten uns ſo lebhaft, daß ich erſt, als Bolingbroke das Zimmer auf einige Augenblicke verlaſſen hatte, ſeine Abweſenheit bemerkte. Ich benützte dieſe Gelegenheit zu der Bemerkung, wie ſehr es mich freue, ihn ſo glück⸗ lich und mit ſo gerechtem Grunde zum Glücke zu finden.
„Er iſt glücklich, obwohl bisweilen unruhig. Wie kann es bei einem an dieſe Ruderbank gefeſſelten Manne auch anders ſein?“ erwiderte Lady Bolingbroke mit einem Seufzer;„aber ſeine Freunde“ fuhr ſie fort, „welche am meiſten Genuß von ſeiner Zurückgezogenheit haben, müſſen dieſelbe doch bedauern. Sein Geiſt geht zwar hier nicht verloren, wo könnte er auch verloren gehen? Wer aber fühlte nicht, daß er ſich in einer zu heſchränkten Sphäre bewegt. Und doch“— und ich ſah, wie eine Thräne ſich aus ihrem Auge ſtahl—„ſollte wenigſtens ich mich nicht beklagen. Ich würde das Beſte an meinem Glücke verlieren, wenn ich ihn für nichts zu tröſten hätte.“
„Glauben Sie mir,“ antwortete ich,„ich habe Bo⸗ lingbroke in dem Zenith ſeines Anſehens gekannt, nie aber ſchien er mir ſo gerechten Anſpruch auf Beglück⸗ wünſchung zu haben, als jetzt!“
„Iſt dies eine Schmeichlei für mich, ober für ihn?“ fragte Lady Bolingbroke mit ſchalkhaftem Lächeln, denn dieſes folgte bei ihr unmittelbar auf die Thränen.
„Detur digniori!“ antwortete ich.„Aber Sie müſſen geſtehen, daß, ſo angenehm es iſt, Alles zu be⸗


