50 milton ging mit augenſcheinlicher Freube über ſein Bon⸗ ver F
mot hinweg. blenbe
„Ich habe mit Seiner Allerchriſtlichſten Majeſtät ge⸗— un ſprochen,“ ſagte der Biſchof;„der König iſt geneigt, mein
wie er zuvor befohlen, Sie in ſeine Gegenwart zuzu⸗ wenig
laſſen. Der Herzog von Maine iſt bei ihm, wie auch die vie
uoch einige andere Glieder der königlichen Familie; Sie können ſindeſſen dieſe Audienz als eine Privataudienz als in hetrachten.“ heren
. Ich vrückte meinen Dank aus— wir ſchritten vor⸗ gerade
wärts— die Flügelthüren eines Zimmers wurden auf⸗ Sonn
geriſſen— und ich ſtand vor Ludwig KIV. ſterber
1 Das gimmer war zum Theile finſter. In der Mittt um di
veſſelben lehnte der König auf einem großen Sopha; er Ehrer
trug(doch iſt dies mehr Erinnerung als augenblickliche Be⸗ Ich ſa merkung) einen ſchwarzſammtnen, leicht geſtickten Roc Große 3 ſeine Weſte war von weißem Atlas; man ſah weder Ju Hinfä 1 welen noch Orden, denn nur an Feſten oder Gallatazen Vorſt erſchien er in ſolchem perſönlichem Pomp. In geringe meine Entfernung von ihm ſtanden drei Mitgliever der könig nämli lichen Familie— dieſe ſah ich nie an— all meine Au womit merkſamkeit war auf den König gerichtet. Meine Ge⸗ ſuchte müthsbeſchaffenheit iſt nicht von der Art, daß Größe, bemäc oder überhaupt irgend äußerer Umſtand einen bedet⸗ König tenden Eindruck auf mich macht; als ich aber jetzt, der S vem Biſchof von Frijus in geringer Entfernung folgend, geweſe mich der Perſon des Königs näherte, muß ich geſtehen nicht vaß Bolingbrole's Warnung, nicht mit ſo vieler Faſſunz aufzutreten, kaum nöthig geweſen wäre. Hätte ich die⸗ ſen großen Monarchen in ſeinen beaux jours= in


