Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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ſucht, merkwürdig vurch vie Schätze, die es verzehrt hatte, und durch die Armuth, von der es umgeben wirb!

Fleury hatte mit ſeiner gewöhnlichen Höflichkeit, einer Höflichkeit, die, hätte ſie ſich auf wichtigere Ver⸗ hältniſſe erſtreckt, Wohlwollen geweſen ſein würde, bis jetzt Nachſicht mit meiner Bewegung gehabt; jetzt legte er ſeine Hand auf meinen Arm und brachte mich zu mir ſelbſt. Ehe ich mich wegen meiner Zerſtreuung entſchul⸗ vigen konnte, wurde der Biſchof von einem alten Herrn angeredet; der Letztere war offenbar von hohem Range, ſein Geficht aber drückte die kleinen Sorgen eines bloßen Höflinges deutlicher aus, als ich je geſehen.—„Was Neues, Monsieur le Marquis?“ fragte Fleury lächelnd.

„Oh, das Wichtigſte, was man ſich venken kann! Der König ſpricht davon, den däniſchen Miniſter am Donnerſtag zu empfangen, der doch, wie Sie wiſſen, ſein Tag für häusliche Geſchäfte iſt! Was mag dies bedeuten? überdies,“ und der Sprecher ſenkte ſeine Stimme zu einem Flüſtern herab,„höre ich von dem Herzoge von Rochefoucault, der König beabſichtige gegen alle gewöhnliche Ordnung und Regel, morgen Arznei zu nehmen— ich kann es nicht glauben— nein, ich kann es in der That nicht; ſagen Sie es aber nicht weiter!“

„Behüte der Himmel!“ antwortete Fleury mit einer Verbeugung, und der Höfling ging weiter, um ſeine Neuigkeit Andern zuzufſüſtern.„Wer iſt dieſer Herr?“ fragte ich.

„Der Marquis von Angeau,“ antwortete Fleury; ein Edelmann von hohem Range, ber ein Tagebuch

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