Brennpunkte vereinigt hatte, des Hofes, an welchem die Zeit auf einmal aus dem Morgen der Civiliſation in deren vollen Mittagsglanz getreten war; des Hofes eines Cvnde und Tmrenne— eines Villars und Tourville;— ves Hofes, wo über den Witz eines Grammont, die Fülle eines Fouquet, den unheilbringenden Geiſt eines Louvvis(unheilbringend für die Menſchheit, wie für Franereich)— Liebe, wahre Liebe ihre Hoheit und Wahr⸗ heit auszubreiten nicht verſchmähte, und den hohlen Prunk der Königspracht burch die Zärtlichkeit, Schön⸗ heit und Reue der La Valliere heiligte. Immer noch hing üher dieſem Schauplatze der Zauber eines Sinnes, ver, wenn künſtlich und kalt, auch umfaſſend, ſtattlich und prächtig war— eines Sinnes, der ſich in Raeine's reicher Harmonie fühlbar machte— der dem ebleren Geiſte und den freieren Gebanken Peter Corneille's“ Aufſchwung gab— der Boileau's glänzende Waffe ſchärfte— der über die glänzenden Blätter Molidres — Molitre's, des Bewunderungswürbigſten von Allen — eine Kenntniß der Menſchenherzen und Menſchen⸗ launen ausgoß, die, Shakſpeare ausgenommen, kein vramatiſcher Dichter übertroffen hat. In dieſen Mauern leuchtete noch immer, wenn jetzt auch ſchwach und däm⸗ merig, der Ruhm des Monarchen, der unbefleckt von ven Verbrechen bes Octavins, das Glück des Auguſtus bis zu ſeinen ſpäteren Tagen genoſſen hatte. Neunmal, ſeit vie Sonne dieſes Monarchen aufgegangen, hatte der
„ Streng genommen, gehört Corneille einer früheren Pe⸗ riode an, als der Ludwigs XIV., ob er gleich in die Zeit dieſer Regierung eingeſchloſſen wird. Der Herausg.
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