Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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36 als wenn man die Zugänge zu demſelben die Straßen nach Spanien, nach Holland u. ſ. w. nannte. In Lon⸗ don würde man ſie die Straßen nach Chelſea und Pen⸗ tonville genannt haben!

Während wir in dem Wagen des Biſchofs langſam vahinfuhren, hatte ich Zeit genug zur Unterhaltung mit dieſem Mann, der ſeither als Cardinal von Fleury

einen ſo hohen Gipfel der Macht erſtiegen hat. Gewiß

hat er ſehr wenig von einem großen Maune an ſich, und ich kenne keinen ſprechenderen Beweis der Wahr⸗ heit, daß in dem Spiele um Ehren, das an Höfen ge⸗ ſpielt wird, wir weniger durch unſere Talente, als durch unſere Geſchmeidigkeit gewinnen. Er lachte mit anmuthiger Wendung zum Spaße über die politiſchen

Eigenheiten der Frau von Balzae, und ſagte, es

ſchicke ſich fär die Partei, welche die Oberhand habe, nicht, über die Schmähungen der unterliegenden zu grollen. Er ſchweifte von dieſem Gegenſtande ab und fragte mich dann über die Luſtbarkeiten, welche ich ſchon mitgemacht habe. Ich beſchrieb ihm die Geſell⸗ ſchaft bei Boulainvilliers. An dieſer ſchien er viel An⸗ theil zu nehmen und zeigte, als er über die Charaktere der verſchiedenen Gelehrten der damaligen Zeit ſprach, mehr Scharffinn, als ich ihm zugetraut hatte. Nach einer allgemeinen Beſprechung über Dichterwerke ging er mit vieler Kunſt zu Beſprechung von ſtatiſtiſchen und pvlitiſchen über, und plötzlich gewann ich eine vollſtändige Einſicht in die Tiefen ſeiner Politik. Ich bemerkte, daß, während er ſich den Anſchein von Sleichgültigreit gegen vie Schwierigleiten unb Ver⸗

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