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ifi er erfriſchend; ſtrelcht er über Blumen hin, ſo iſt er
bezaubernd; pfeift er aber, Monſienr Hamilton, durch das Schlüſſelloch, ſo iſt er unangenehm.“
„Die ſchlechteſte Erläuterung, die ich je hörte,“ ſagte Hamilton kalt.„Bleiben Sie bei Ihren Klaſſikern, mein lieber Abbe. Als Jupiter den Peter Huet heraus⸗ gab, machte er es mit dem Witze, wie Peter Huet mit Lucian bei ſeiner Herausgabe der Klaſſiker— er be⸗ fürchtete, derſelbe könnte Unheil anrichten und ließ ihn veßhalb ganz weg.“
„Laßt uns trinken!“ rief Chaulieu;„laßt uns trin⸗ ken!“ und das Geſpräch nahm eine andere Wendung
„Was ſagen Sie zu Tacitus, Huet?“ fragte Bou⸗ lainvilliers.
„Daß ſeine Weisheit aus ſeiner Bosheit entſprang,“ antwortete Huet.„Er dringt vollkommen in die menſch⸗ lichen Laſter ein,“ weiß aber nichts von menſchlichen Tugenden. Slanben Sie, ein guter Menſch würde ſo feſt am Schlechten halten? Gewiß nicht! Ein Menſch kan nicht viel und gut über die Tugend ſchreiben, ohne tu⸗ genbhaft zu ſein, und kann nichttief und umſtändlich auf die Urſachen des Laſters eingehen, ohne daß er ſelbſt laſterhaft wäre.“
„Es iſt wahr,“ ſagte Hamilton,„und Ihre Be⸗ merkung, welche ſo tief ſein will, iſt nur eine natür⸗ liche Folgerung aus dem gemeinen Grundſatze, daß Weis⸗ heit aus Erfahrung entſpringe.“
„ Der Leſer erinnert ſich wahrſcheinlich einer ähnlichen Bemer⸗
kung in den Huetianis und iſt hoffentlich über deren Prahlere und Unwahrheit mit mir einerlei Meinung. Der Herausg.
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