Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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ter, lachte als Siebenundneunziger. Mögen wir Alle ſo thun!“

„Sie vergeſſen,“ ſagte Bolingbroke,„daß Philemon am Lachen ſtarb.“

„Ja,“ erwiderte Hamilton;„wenn ich mich aber recht erinnere, ſo geſchah dies, weil er einen Eſel Fei⸗ gen eſſen ſah. Geloben wir daher, nie mit Eſeln um⸗ zugehen!“

„Bravo, Graf,“ rief Boulainvilliers,„Sie haben der Geſchichte die wahre Moral beigefügt. Schwören wir bei dem Geiſte Philemon's, daß wir nie über den Spaß eines Eſels, beſtehe er in Thaten oder in Worten, lachen wollen.“

„Dann müſſen wir, wenn wir nicht unter uns ſind, immer ernſthaft ſein,“ rief Chaulieu.„Oh, ich wollte lieber die Wahrſcheinlichkeit eines frühzeitigen Todes mit ſiebenundneunzig Jahren vor mir ſehen, als ein ſolches Gelübde ablegen!“

„Fontenelle,“ rief unſer Wirth,„Sie ſind melan⸗ choliſch. Was iſt die urſache?“

„Ich traure über die Schwäche der menſchlichen Natur,“ antwortete Fontenelle mit einer Miene patri⸗ archaliſchen Wohlwollens.„Dreimal ſprach ich mit Ihrem Koch über die Spargeln; und jetzt— verſuchen Sie. Ich ſagte ihm, er ſolle nicht ſo viel Zucker daran thun, und er hat gar keinen daran gethan. So iſt es mit der Menſchheit— immer in Erxtremen, und folg⸗ lich immer im Irrthum! So ſagte Luther ſo glücklich und wahr, der menſchliche Geiſt gleiche einem betrun⸗

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