tragen, unb aus dem Grafen Anton hätte ich mich zu einem heiligen Antonius verfeiſtet.“
„Nun,“ rief Lord Bolingbroke,„Eitelkeit hat in der Sackleinwand eben ſo viel Spielraum als in Batiſt, venn ſie gleicht dem iriſchen Augleinmeiſter im Sper⸗ tator, und wenn ſie das Schauſpielhaus bei Kerzen⸗ licht beäugeln lehrt, ſo lehrt ſie es die Kirche bei Tag! Aber verzeihen Sie, Herr Chaulien, wie gut Sie aus⸗ ſehen! Die Myrte wirft, wie es ſcheint, ihr Grün nicht nur auf Ihre Dichtungen, ſondern auch auf den Dichter. Und es iſt recht, daß gegen den einen Ana⸗ krevn, welcher der Zeit einen unvergänglichen Schatz vermacht hat, die Zeit auch ihrerſeits freundlich ſei.“
„Mylord,“ antwortete Chaulieu, ein Greis, der, obwohl ſtark in den Siebzigen, nach ſeinem ganzen Auße⸗ ren und ſeinem Benehmen von einer Munterkeit und einem Leben beſeelt war, die einem Jünglinge Ehre ge⸗ macht hätten—„Mylord, der Kaiſer Julian hat ſchön geſagt, die Gerechtigkeit häbe die drei Grazien in ihrem Vorzimmer. Jetzt ſehe ich, daß er ſtatt Gerechtigkeit das Wort Weisheit hätte gebrauchen ſollen.“
„Geht,“ rief Anton Hamilton,„ſo werdet Ihr nie fertig. Complimente find das Langweiligſte, was man ſich denken kann. Um Gottes Willen, überlaſſen wir Dummköpfen die Lobpreiſungen und ſagen wir uns lieber etwas Bitteres, oder wir ſterben vor Langweile.“
„Vous avez raison!“ ſagte Boulainvilliers— „ſuchen wir einen armen Teufel heraus, um den An⸗ fang mit ihm zu machen. Einen Ab⸗ oder einen An⸗ weſenden? Wählt.“
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