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eine Minute vauerte und nie dem Anſtoße eines Bon⸗ monts wiverſtand, war der Erſte, welcher uns anredete. Dieſer Alte war der Wrack von dem einſt berühmten Grafen Anton Hamilton!
„Nun, Mylord,“ ſagte er zu Bolingbroke,„wie gefällt Ihnen die Witterung in Paris?— ſie iſt etwas beſſer als die erbarmungsloſe Luft von Londun— nicht wahr! So wahr ich lebe!— ſogar im Juni kann man in jenen Regionen der Schnupfen und Katarrhe nicht mit offener Bruſt gehen— ein großes Unglück, ſage ich Ihnen, Mylord, wenn man gerade einen Batiſt von beſonders feinem, glänzendem Gewebe hat und in vie inneren Falten eines Damenherzens zu dringen wünſcht, daburch, daß man die äußeren Falten des eigenen im beſten Lichte zeigt.“
„Zum erſtenmale,“ antwortete Bolingbroke,„höre ich einen ſo vollendeten Hofmann wie den Grafen Ha⸗ milton mit Aufrichtigkeit bedauern, daß er ſeine Bruſt den Blicken Anderer nicht öffnen könne.“
„Ach!“ rief Boulainvilliers,„gerade die Eitelkeit macht oft, daß ein Menſch zeigt, was er aus Beſchei⸗ denheit verbergen ſollte.“
„Au diable mit ihrer Beſcheidenheit!“ entgegnete Hamilton,„das iſt eine Tugend für den Pöbel. Eitel⸗ keit iſt die wahre Eigenſchaft für Ariſtokraten und ſteht jedenfalls einem Manne von Stand wohl an. Wäre ich je wegen meiner ausgezeichneten Spitzen und wegen meines ſpinnwebfeinen Batiſtes berühmt geworden, wenn ich nicht eitel geweſen wäre? Nie, mon cher! Ich wäre in ein Kloſter gegangen, hätte Sackleinwand ge⸗ Bulwer, Devereur. M. 2


