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freundet geweſen und wurbe jetzt von dem Nachfolger dieſes Jeſuiten, Le Sellier, ganz beſonders geachtet und geſchätzt— von Le Sellier, dieſem ſtrengen, bigotten Diener Loyola's— dem Beherrſcher des Königs ſelbſt — dem Zerſtörer des Pont⸗Reyal, und dem Spotte und Schrecken der vom Teufel beſeſſenen und verfolgten Janſeniſten. überdies erfuhr ich, was mir ſchon vorher klar geweſen— nämlich, daß Montreuil in großem Vertrauen bei dem Chevalier ſtand, und daß er, wie man vermuthete, der Sache der Stuarts bereits weſent⸗ liche Dienſte geleiſtet habe. Sein Ruf hatte mit jedem Jahre zugenommen und war hinſichtlich der Heiligkeit ſeines Privatlebens ebenſo groß, wie hinſichtlich ſeines politiſchen Talentes.
Nachdem Frau von Balzae mit dieſem Berichte, der mir in einem ganz anderen Geiſte, als ich ihn hier nach⸗ erzähle, gegeben wurde, zu Ende war, bemerkte ſie: „Ohne Zweifel werden Sie eine Privataudienz bei dem
Könige erhalten?“
„Iſt es bei ſeinem nunmehrigen Alter und ſeiner Hinfälligkeit möglich?“
„Sie muß einem Sohne des Marſchall Devereur gewährt werden.“
„Ich werde mich glücklich ſchätzen, wenn Sie, gnä⸗ dige Frau, mir angeben wollten, wie ich zu dieſer Ehre gelangen kann; Ihr Name, fühle ich, wäre ein beſſerer Geleitsbrief zu der Gegenwart des Königes, als der eines verſtorbenen Kriegers; der Gürtel der Venus kann eine Gnade erlangen, welche der Keule des Mars nie zugeſtanden worden wäre!“


