Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Gab es je ein ſo natürliches, ungezwungenes Com⸗ pliment? Meine Venus von fünfzig Jahren lächelte.

Sie irren ſich, Graf, antwortete ſie;ich habe keinen Einfluß hei Hofe; die Jeſuiten laſſen dies einer Janſeniſtin nicht zu; aber ich will noch heute mit dem Biſchof von Frejus ſprechen; er iſt ein Verwandter von mir und wird Ihnen eine ſo unbedentende Gunſt leicht verſchaffen können. Er hat ſo eben ſeinen Biſchofsſitz verlaſſen; Sie wiſſen, wie verhaßt er ihm war. Nichts iſt ſpaßhafter, als wie er ſich einmal in einem Briefe an den Cardinal Quirini unterzeichneteFleury, Evéque de Fréjus par l'indignation divine. Der König iſt ihm nicht beſonders zugethan; allein er iſt im Ganzen ein guter Mann, wenn auch jeſuitiſch geſinnt; er ſoll Sie einführen.

Ich drückte meinen Dank für die Gnade aus, ließ aber durchblicken, daß möglicherweiſe die Verwandten der erſten Gemahlin meines Vaters, das ſtolze, alte Haus la Tremouille, dem Biſchof von Fréjus die Mühe erſparen könnte, ſich meinetwegen zu bemühen.

Sie ſind in einem großen Irrthume, antwortete Frau von Balzae,Prieſter bahnen den Weg zu dem Hofe, wie zu dem Himmel; und Krieger und Adelige haben mit dem erſteren ſo wenig zu thun, als mit dem letzteren mit einziger Ausnahme des unglücklichen Her⸗ zog von Villars eines Mannes, deſſen Mißgeſchick hinreicht, alle Lorbeeren Frankreichs zu zerſtören. Ma foi! ich glaube der pauvre Puc könnte hinſichtlich ſeines Glückes mit jenem italieniſchen Dichter wetteifern, der in einem Anfalle von Verzweiflung ſagte, daß, wenn er