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aufſuchen, und ich kann mein Wort nicht brechen; eine Stunde ſpäter wollen wir unſern Ausflug nach Paris beginnen. Und jetzt will ich Ihnen den Plan mit⸗ theilen, den ich zu unſerer Flucht ausgebacht.“
Drittes Kapitel. Die wahren Schauſpieler ſehen den uneigentlichen zu.
Es war ein glänzender Abend in dem Theater! Die Logen waren gebrängt voll. Aller Augen waren auf Lord Bolingbroke gerichtet, der ſich mit ſeiner gewöhnlichen Würde und der vollendeten Anmuth ſeines Benehmens mit den verſchiedenen Leuten unterhielt, welche von Zeit zu Zeit ſeine Loge anfüllten.
„Sehen Sie dorthin,“ ſagte ein ganz junger Mann von ausnehmender Schönheit,„ſehen Sie dorthin, My⸗ lord, welch vollſtändige Rüſtung von Lächeln die Her⸗ zogin heute Abend trägt, und wie triumphirend ſie die Angen, die einſt ſo ſchön geweſen ſein ſollen, nach Ihrer Loge richtet.“
„Ach,“ ſagte Bolingbroke,„Ihro Gnaden thun mir zu viel Ehre an; ich darf nicht verſäumen, dieſe Artig⸗ keit zu erwidern,“ und indem er ſich über die Loge hin⸗ lehnte, wartete Bolingbroke die Gelegenheit ab, bis die ihm gegenüberſitzende Herzogin von Marlborongh, die ſich mit großer und offenbar heiterer Lebhaftigkeit mit einem langen, dünnen Manne neben ihr unterhielt, ſo⸗ wohl ihre, als die Aufmerkſamkeit ihrer ganzen Umge⸗ bung in einem langen, gemeinſchaftlichen Blicke auf den
gefährdeten Miniſter heftete. Mit einem würdevollen Lächeln legte dann Lord Bolinghroke die Hand aufs Herz und verbengte ſich tief; die Herzogin ſah ein wenig


