Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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ſcheinlichkeit anderswo Gegenſtände von Werth vermu⸗ thet haben pürfte. Dieſelbe Unordnung, welche es Os⸗ wald möglich machte, hereinzukommen und ſich zu ver⸗ ſecken, mußte auch ſein Wegſchleichen und das Herbei⸗ ſchaffen ſeines Mitſchuldigen begünſtigen. Dieſe Anſicht gewann dadurch Wahrſcheinlichkeit, daß er ſo feſt dar⸗ auf beſtanden, daß ich das Paket vor einer beſtimmten Zeit nicht öffne; hätte ich dies augenblicklich gethan, ſo würde ich bemerkt hahen, daß mir ein Betrug geſpielt worden, und hätte es nicht an dem ſichern Orte nieder⸗ gelegt, deſſen Entdeckung der Schurke beabſichtigte. Nach Eröffnung des Schreibtiſches mußte er natürlich das Paket, das andere Diebe zu ſtehlen nicht für der Mühe werth gehalten hätten, ſo gut als andere Dinge von einem mehr reellen Werthe wieder mitnehmen— natürlich wieder mitnehmen, damit ſein vorausgegange⸗ ner Betrug nicht entdeckt wurde und der Verdacht auf ſolche fiele, welche an der Entwendung eines von mir für ſo ungemein wichtig gehaltenen Paketes ſcheinbar liegen mochte.

Was noch mehr für bieſe Annahme ſprach, war ber Umſtand, daß keiner von den Bedienten Oswald hatte aus dem Hauſe gehen ſahen, obwohl viele ſein Kommen bemerkt hatten. Und was ſeine Schuld in der Anſicht Vieler außer alle Zweifel ſetzte, war ſein plötz⸗ liches geheimnißvolles Verſchwinden. Für mich reichten all dieſe Umſtände noch zu keinem Schluſſe hin. Beide Männer hatten mir größer geſchienen, als Oswald; und ich wußte, daß jene Unordnung— Dank meinem großen Ekel an dergleichen Dingen— auf welcher man ſo