Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Verdachte eine andere Richtung, und man vermuthete, Raub und Mord ſeien wirklich von gemeinen Dieben verübt worden. Man entdeckte ferner, daß eine volle Golbbörſe und ein Kreuz von Diamanten, welche in dem Schreibtiſche lagen, gleichfalls ſehlten. Auch wurden ei⸗ nige Gegenſtände gewöhnlichen Schmuckes, die ich aus vem Schifföruche meines ehemaligen überfluſſes an ſol⸗ chem Tande gerettet hatte, und die in einem Zimmer im Erdgeſchoſſe aufbewahrt waren, vermißt Dieſe Um⸗ ſtände heſtärkten alsbald die Anſicht derjenigen, welche die Schuld auf gemeine Räuber warfen, und eine ſehr wahrſcheinliche, annehmbare Vermuthung wurde auf vieſe Vorausſetzung gegründet. Konnte nicht dieſer Oswald, im beſten Falle ein Abenteurer von mittel⸗ mäßigem Rufe, dieſe Geſchichte mit dem Paket erfunden haben, um Zutritt in das Haus zu erhalten und wäh⸗ rend des Durcheinanders einer Hockzeit zu erforſchen, wo die am leichteſten fortzuſchoffenden Gegenſtände von Werth aufbewahrt ſeien? Das Offnen und Schließen der Hausthüren mußte einem liſtigen Spitzbuben tau⸗ ſendfache Gelegenheit geben, hereinzuſchlüpfen; ja er

konnte ſich in mein eigenes Zimmer verſleckt und den

Ort geſehen haben, wohin ich das Paket legte— und mit Gewißheit durfte er dann annehmen, daß ich zu Aufbewahrunz eines für mich ſo wichtigen Dokumentes den Ort wählte, wo alles Andere, was ich von Werth beſaß, lag natürlich mußte er dann das Erbrechen des Pnites beſchließen, während dem ununterrichteten Räu⸗ ber mancher andere Ort nicht nur weniger gefahrvoll geſchienen hätte, ſondern dieſer auch mit gleicher Wahr⸗

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