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Hand finken. Bis jetzt hatte ſich der Andere nicht aus ſeiner ruhigen Stellung bewegt, nun trat er aber einen Schritt gegen uns vor und ſchwang einen Dolch, ganz ähnlich dem ſeines Gefährten. Flehend hob Iſora die Hand gegen ihn auf und rief:„Schone ihn, ſchone ihn!— Oh, Gnade, Gnade!“— Mit einem Sprunge war der Schurke an meiner Seite; er murmelte einige Worte, welche ſeine Wuth unverſtändlich machte, ſtieß ſeinen Gefährten halb bei Seite und die erhobene Waffe blitzte vor meinem dämmernden, trüben Blicke. Ver⸗ gebens verſuchte ich aufzuſtehen— die Klinge fuhr herab — Iſora, nicht im Stande ſie aufzuhalten, warf ſich ihr entgegen— ihr Blut, ihr Herzblut ſtrömte über mich hin— ich ſah und fühlte nichts mehr.
Als ich wieder zur Beſinnung kam, waren meine Diener um mich— ein hochrother, naſſer Fleck auf dem Sopha, auf welchem ich lag, rief mir den ganzen Auf⸗ tritt, deſſen Augenzeuge ich geweſen, mit furchtbarer Klarheit ins Gedächtniß. Ich ſprang auf und fragte nach Iſpra; ein leiſes Flüſtern traf mein Ohr— ich wandte mich um und ſah eine dunkle Geſtalt auf dem Bette liegen, die, wie ich ſelbſt, von Gaffern und Be⸗ dienten umgeben war— ich ſchwankte zu dem Bette, meinem Brautbette— mit heftiger Geberde drängte ich die Leute hinweg— ich hörte vernehmlich meinen Namen ausſprechen— im nächſten Augenblicke ſtand ich neben Iſora. Jeder Schmerz— jede Schwäche— jedes Bewußtſein meiner eigenen Verwundung— meines eigenen Selbſt waren verſchwunden— das Leben ſchien in einem einzigen tödtenden, fürchterlichen Gedanken zu Bulwer, Devereur. J. ²5


