Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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fort Gleichviel!— Ich war jung, kräftig und muthig, und Großes ſtand auf dem Spiele. Ich ſprang aus den Bette und ſtürzte mich auf den Mann, der das Paket hielt. Mit der einen Hand griff ich nach dem wichtigen Dokumente, mit der andern ſuchte ich dem Räuber die Maske vom Geſichte zu reißen. Er ſchien eher bemüht, mich ferne zu halten, als mich anzugreifen, und erſt alz es mir beinahe gelungen war, ihm die Maske abzureißen, zog er einen kurzen Dolch heraus und ſtach ihn mir in die Seite. Der Stoß, der auf keine tödtliche Verwun⸗ dreung berechnet ſchien, betäubte mich, doch nur fit einen Augenblicke. Von Neuem griff ich nach dem Paket — ich riß es aus des Räubers Hand, und indem ih meine ſchon ſchwindende Stärke zu einer einzigen Kraft⸗ anſtrengung zuſammen nahm, ſtürzte ich meinen Gegner zu Boden und fiel ringend mit ihm nieder.

Allein das Blut floß ſtark aus meiner Wunde, und war auch mein Gegner weniger kräftig als ich, ſo hatt er doch durch Gewicht und Größe einen bedeutenden Vortheil über mich. Nur einen Augenblick war ich oben, ſchon in dem nächſten war ſein Knie auf meiner Bruſt, und hoch herab funkelte ſeine Klinge im blaſſen Licht der Lampe und des Mondes. Ich glaubte dem Tode ins Angeſicht zu ſchauen— wollte Gott, es wäre ſo ge⸗ weſen! Mit einem durchdringenden Schrei ſprang Iſors aus dem Bette, warf ſich vor den aufgehobenen Dolch des Räubers und hielt ſeinen Arm auf. Während des ganzen Kampfes war dieſer Menſch mit äußerſter Scho⸗ nung zu Werke gegangen— auch jetzt noch war dies der Fall— er hielt einen Augenblick inne und ließ die

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